Konzept und Geschichte der ArtGallery

 

2016 als Produzentengalerie gegründet, war uns schon vor der Eröffnung klar, daß in diesen, nach allen Auflagen des Denkmalschutzes renovierten, mittelalterlichen Räumen nicht nur eigene Werke gezeigt würden. Neben meiner Arbeit als Portraitistin arbeite ich gleichermaßen als Illustratorin und so ist mir die Illustration natürlich eine sehr liebe Kunstform, noch dazu wird sie ja im Kanon der bildenden Künste etwas stiefmütterlich behandelt. Und was läge dann näher, als die Galerie auf herausragende, zeitgenössische Illustration zu spezialisieren?

 

Neben weltbekannten, vielfach ausgezeichneten und ausstellungserfahrenen Buchkünstlern wie zum Beispiel Quint Buchholz, der hier im kommenden Juli eine Einzelausstellung haben wird, soll hier auch hervorragenden Illustratoren eine Plattform geboten werden, die von der Öffentlichkeit noch nicht so entdeckt wurden. Wie oft wandern deren wunderbare Bilder, die in der Arbeit für Verlage und Werbeagenturen entstehen, nicht weiter beachtet in Archive, Schränke und Schubladen. Ein riesiger Schatz an überbordender Kreativität in oftmals allerhöchster künstlerischer, technischer und handwerklicher Qualität, den es da bei dem einen oder anderen Illustrator zu heben gilt.

 

Bevor man aber auch nur an eine Ausstellung denken konnte, mussten die anfangs desolaten Räumlichkeiten von Feuchtigkeit und Schimmel befreit werden. Hinter modrig riechenden Stofftapeten kamen typisch mittelalterliche Architekturelemente zum Vorschein, wie die, heute zum Präsentieren von kleinen Kunstwerken genutzten Nischen, die an die bewegte Geschichte des 1443 erbauten Hauses erinnern. Diese beiden Nischen in den Außenwänden waren im 15. Jahrhundert Kommunzeichen, mit denen man die Besitzverhältnisse des Mauerwerks klärte.

 

Zitat aus der Liste der Baudenkmäler Landsberg am Lech:

"Hinterer Anger 342 – Ehemaliges Handwerkerhaus – Dreigeschossiger Eckbau mit Satteldach und Stützbögen über die Blatterngasse zu Nr. 341, dendrologisch datiert auf um 1443, Umbau Anfang 19. Jahrhundert."

 

Nach zwei Jahren Bauphase – und den damit verbundenen Höhen und Tiefen, die jeder nachvollziehen kann, der sich auch schon einmal auf das Abenteuer eingelassen hat, ein so altes Gemäuer zu renovieren – konnten wir am 2. Dezember 2016 die ArtGallery mit dem 1. Galeriefest zur Premierenausstellung „Magische Tierwelten“ eröffnen.


Schon bei der ersten Veranstaltung brach ich bewusst mit der in meinen Augen immer etwas steifen Tradition der „Laudatio“, stattdessen wird hier in der ArtGallery das Künstlergespräch gepflegt. Der Künstler wird bei der Vernissage von mir zu seiner Arbeit, zu seiner Technik, zu anstehenden Projekten, zu seiner Philosophie und seinen Intentionen befragt. Auch das ist ein Teil des ambitionierten Konzepts dieser noch jungen Galerie, Kunst und Künstler sollen für unsere Besucher greifbar und verständlich sein. Runter vom Podest und auf Augenhöhe haben hier unsere Gäste die Möglichkeit mit Werk und Wesen international bekannter Buchkünstler bekannt zu werden. Im Anschluß an das Gespräch kann das Publikum dem Künstler seine Fragen stellen und später im persönlichen Dialog noch mehr ins Detail gehen.

 

Wir haben ganzjährig geöffnet, jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag, gerne kann man aber auch Besichtigungstermine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbaren. Wer sich in unseren Verteiler aufnehmen lassen möchte, der hinterlasse bitte seinen Namen und seine Emailadresse: KONTAKT, gerne sende ich Ihnen dann zukünftig Einladungen zu unseren Ausstellungen, Vernissagen und Lesungen.

 

Siehe auch: Öffnungszeiten

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